Attila, der Huzule, kommt in der Früh mit Familie Falschlunger aus Tirol im Dorf an. Er wird heute den Wagen ziehen, mit dem die Hallstätter empfangen werden. Wir sind alle begeistert von dem kleinen stämmigen Hengst. In der Hallstattzeit haben die Pferde laut Archäozoologie ungefähr so ausgesehen.
Freitag, 26. August 2011
Donnerstag, 25. August 2011
Unser Filmteam
Ich darf vorstellen: Robert Neumeyer, Tontechniker, Claus Muhr, Kameramann, und Manfred Hoschek, Redakteur - unser kongeniales Filmteam, das gemeinsam mit den Mitwirkenden Hitze und Lastwagenlärm trotzt. Heute um 19 Uhr gibt es in Oberösterreich Heute wieder laufende Bilder vom Projekt zu sehen.
Wolle färben
Gestern wurde noch eine Grube ausgehoben und mit Lehm verschmiert. Heute färbt Helga in zwei Töpfen am Feuer mit Färberkrappwurzeln rot und mit Birkenblättern gelb. Nach diesem ersten Durchgang schüttet sie den Sud aus beiden Töpfen samt den Säckchen mit den Pflanzenteilen in die Grube und macht dort einen weiteren Färbedurchgang. Das Ergebnis ist ein schwaches hellrot.
Das Rot des ersten Färbedurchgangs ist ziemlich intensiv. Auch das Gelb ist sehr kräftig, was man hier nicht so gut erkennen kann.
Weidenrinde, Krappwurzeln, Himbeerblätter und Birkenblätter
Weidenrinde, Krappwurzeln, Himbeerblätter und Birkenblätter
Am Webstuhl
Die Webkante ist fertig und wird am Webstuhl befestigt. Die Fäden müssen jetzt einzeln an die Litzenstäbe geknüpft und unten mit Webgewichten beschwert werden.
Anfangskante weben und Kette scheren
Helga beginnt mit den ersten Arbeiten für das Weben. Um eine Anfangskante eines Stoffstücks zu weben und die Kettfäden vorzubereiten, werden zuerst drei Stäbe im Boden fixiert. Zwischen zwei Stäben werden wie auf einem Miniwebstuhl die Fäden für die Anfangskante aufgespannt. Der dritte Stab dient als Halterung für die an der Webkante angewebten zukünftigen Kettfäden und sorgt für eine einheitliche Länge. Die verwendete Wolle stammt vom Böhmerwaldschaf, wurde aber nicht handgesponnen - das würde wochenlang dauern. Helga schätzt, dass man für einen Meter Faden eine Minute braucht...
Lausi
Auch kleine Männer können ganz selbständig mit der Keramik umgehen. Bisher hatten wir nur eine zerbrochene Schale, aber daran war nicht Lausi schuld.
Rindfleischstreifen fertig
Gestern am späten Nachmittag wurden die Rindfleischstreifen noch fertig. Durch die Hitze in der prallen Sonne und nahe am Feuer hat der ganze Trocknungsprozeß nur wenige Stunden gedauert.
Mittwoch, 24. August 2011
Erstarrung durch Hitze
Es ist angeblich die heißeste Woche des Jahres - welche Freude. Natürlich wäre es noch schlimmer, wenn es kalt und durchgängig regnerisch wäre, aber teilweise lähmt die Hitze alle Tätigkeiten. Zum Glück bietet das Dorf genügend Schatten für kurze Pausen zwischen Backhofen-Anheizen und Brötchen formen.
Rindssuppe
In einem der wirklich gut zum Kochen geeigneten Töpfe köchelt die Rindssuppe aus dem restlichen Fleisch.
Rindfleisch trocknen
Fisti baut unter Mithilfe von Benedikt ein Gestell für das Trocknen von Rindfleischstreifen. Das Fleisch soll in heißer, trockener Umgebung stehen, aber nicht direkt über der Glut. Fertig ist es, wenn es beim Abbrechen knackt.
Messerscheide
Georg stellt eine Scheide für sein Messer her. Anna nutzt die geöffnete Werkzeugkiste und näht mit einer Beinnadel.
Kinderwanne
Unglaubliche Hitze zwingt zu Lösungen, vor allem für die Kinder. Ein alter Trog wird gereinigt und als Kinderplantschbecken genutzt. Lysander ist glücklich.
Palatschinken und Spiegeleier
Der heiße Stein eignet sich für alles mögliche - Palatschinken aus Emmermehl, Kuhmilch und Ei und für jeden ein Spiegelei.
Dienstag, 23. August 2011
Flöhe und Gelsen
Die Übersiedlung von Benedikt und Katharina in ein "frisches" Bett unten im Stallhaus hat sich bewährt - die alten Bisse heilen gut ab und es sind keine neuen dazugekommen. Es herrscht allgemeine Erleichterung. Dafür haben leider die Gelsen Lysanders Schlaf furchtbar gestört - und damit die ganze Familie Rösel.
Weidenstaberl - Zahnbürstel
Fisti probiert, ob sich das flachgeklopfte Ende eines Weidenstabes als Zahnbürste eignet und ist mit dem Ergebnis zufrieden.
Feuer für das Frühstück
Fisti ist das Feuerzeug der Gruppe und hat somit in der Früh die wichtigste Aufgabe. Heute, am Tag 2 des Projekts, klappt es anfangs nicht so richtig, aber letztendlich kann doch mit dem Hirsebreikochen begonnen werden. Georg brät Speck und Spiegeleier auf einem heißen Stein, und Anna und Moriz freuen sich über kleine Palatschinken.
Endlich Abendessen
Nach einem harten, unglaublich heißen Tag gibt es nun noch Linseneintopf mit Speck, frisches Brot und als besonderen Leckerbissen Ripperl. Vor allem die Kinder freuen sich darüber.
Heute wurde so viel Verschiedenes gekocht, um für den Film möglichst unterschiedliche Nahrungsmittel und Verarbeitungsmöglichkeiten zeigen zu können. Eine einfache Kost muss nicht langweilig und schon gar nicht geschmacklos sein - das wollten wir zeigen.
Grundsätzlich versuchen die Mitwirkenden, sich authentisch zu ernähren. Das bedeutet, keine Nahrungsmittel, die es in der Hallstattzeit nicht gegeben haben kann - was vor allem Pflanzen betrifft, die aus der Neuen Welt stammen - Mais, Kartoffeln, Paprika, Tomaten. Natürlich ist auch Reis und vieles andere, was für uns heutzutage selbstverständlich ist, in unseren Breiten nicht gegessen worden. Die Archäobotanik sagt uns genau, welche Pflanzen damals hier wuchsen und dementsprechend eventuell verspeist worden sein können. Dieses Wissen kombiniert mit den Erkenntnissen aus den Untersuchungen von Stuhlresten aus prähistorischen Salzbergwerken gibt uns ein Gefühl für die Ernährungs-Möglichkeiten.
Mit Hülsenfrüchten, verschiedenen Getreiden, Milchprodukten, Eiern, Honig und Fleisch, auch in Form von Speck und Würsten, außerdem auch Fisch, lassen sich verschiedenste Rezepte verwirklichen.
Für das Frühstück morgen wünscht Anna sich Palatschinken - das wird kein Problem sein.
Heute wurde so viel Verschiedenes gekocht, um für den Film möglichst unterschiedliche Nahrungsmittel und Verarbeitungsmöglichkeiten zeigen zu können. Eine einfache Kost muss nicht langweilig und schon gar nicht geschmacklos sein - das wollten wir zeigen.
Grundsätzlich versuchen die Mitwirkenden, sich authentisch zu ernähren. Das bedeutet, keine Nahrungsmittel, die es in der Hallstattzeit nicht gegeben haben kann - was vor allem Pflanzen betrifft, die aus der Neuen Welt stammen - Mais, Kartoffeln, Paprika, Tomaten. Natürlich ist auch Reis und vieles andere, was für uns heutzutage selbstverständlich ist, in unseren Breiten nicht gegessen worden. Die Archäobotanik sagt uns genau, welche Pflanzen damals hier wuchsen und dementsprechend eventuell verspeist worden sein können. Dieses Wissen kombiniert mit den Erkenntnissen aus den Untersuchungen von Stuhlresten aus prähistorischen Salzbergwerken gibt uns ein Gefühl für die Ernährungs-Möglichkeiten.Mit Hülsenfrüchten, verschiedenen Getreiden, Milchprodukten, Eiern, Honig und Fleisch, auch in Form von Speck und Würsten, außerdem auch Fisch, lassen sich verschiedenste Rezepte verwirklichen.
Für das Frühstück morgen wünscht Anna sich Palatschinken - das wird kein Problem sein.
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